In meinem ersten Artikel über Thema Nachtaufnahmen hatte ich ja einen weiteren Post zum Thema Praxis angekündigt. Aus aktuellem Anlass habe ich mich für das Thema Feuerwerk entschieden. Vom 22. - 24.08.2008 findet im Scharnhauser Park das Internationale Feuerwerksfestival “Flammende Sterne Ostfildern” statt. Gestern Abend war ich dort um ein paar Fotos zu schießen. Werde dazu noch einen extra Post machen.

Ein Feuerwerk fotografieren
Feuerwerke finde ich sehr faszinierend. Somit liegt es für mich nahe, Fotos davon zu machen. Will man ein Feuerwerk fotografieren, so braucht braucht man auf jeden Fall ein Stativ und eine Kamera, bei der man Blende und Belichtungszeit manuell einstellen kann. Idealerweise verfügt die Kamera über die bulb-Einstellung, bei der die Belichtungszeit davon abhängt, wie lange der Auslöser gedrückt wird.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass man nicht zu nah am Abschusspunkt stehen sollte. Eine Entfernung von 300-500 Meter ist hier sicher nicht verkehrt. Je näher man dran ist, umso mehr Weitwinkel braucht man, da einige Raketen doch eine enorme Höhe erreichen. Man kann natürlich auch weiter weg stehen und eine höhere Brennweite verwenden. Wenn man mag kann man auch nur Details vom Feuerwerk aufnehmen, z.B. einen einzelnen Effekt. Dafür bietet sich dann auch wieder eine längere Brennweite an.
Wenn man sich einen passenden Standpunkt sucht sollte man auch auf den Wind achten. Idealerweise weht der Wind vom eigenen Standpunkt in Richtung Abschusspunkt des Feuerwerks. Somit zieht der entstehende Rauch von der Ebene der Raketen weg und schiebt sich nicht zwischen Kamera und Feuerwerk. Die Bilder werden dadurch klarer.
Den ISO-Wert stellt man an der Digital-Kamera auf ISO 100 ein. Analog ist das sicher auch bei einer Film-Kamera zu empfehlen.
Bei der Blende habe ich bislang noch nicht die idealen Einstellungen gefunden. Liegt vermutlich auch daran, dass es die nicht gibt. Man kann sich hier aber im Bereich von 4 bis 14 aufhalten. Das Problem ist, dass nicht alle Raketen die gleiche Leuchtkraft haben. Einige nimmt man besser mit einer größeren Blende auf, um die Details herauszuholen. Bei anderen ist eine kleiner Blende sicher besser, da es zu Überstrahlungen kommen kann. Ich würde irgendwo im Bereich von Blende 8 anfangen.
Die Belichtungszeit kann man vorher einstellen oder mit der bulb-Einstellung selber zur Aufnahmzeit steuern. Beides hat sicher seine Vor- und Nachteile. Theoretisch könnte man die Kamera auch auf Reihenaufnahme einstellen, eine gewisse Belichtungszeit einstellen und dann den Fernauslöser feststellen. Dadurch werden Aufnahmen automatisch nacheinander gemacht. Das kann funktionieren, wenn das Timing gut passt. Ich würde aber manuell auslösen. Die Belichtungszeiten können auch stark variieren, jenachdem welchen Effekt man erzielen möchte. Sollen die Spuren der Effekte länger sein, so braucht man eine längere Belichtungszeit. Da mir diese Effekte sehr gut gefallen, verwende ich Belichtungszeiten von 1 bis etwa 3 Sekunden. Man kann natürlich noch länger belichten, um Effekte von verschiedenen Raketen auf’s Foto zu bekommen. Allerdings muss man dann mit Überstrahlungen rechnen.
Das Format spielt sicher auch eine Rolle. Je nach Höhe des Feuerwerks kann man auch mal Hochformat ausprobieren. Schneiden kann man dann immer noch.
Ich finde es immer ganz schön, wenn nicht nur das Feuerwerk auf dem Bild ist, sondern am unteren Rand vielleicht noch eine Silhouette zu erkennen ist. Das könnte zum Beispiel eine Baumreihe sein. Das gibt einem auch einen Bezug zur Dimension des Feuerwerks. Vielleicht ist auch ein See oder langsamfliessender Fluss in der Nähe. Dann kann man die Spiegelung noch mit auf’s Bild bringen. Eventuell bietet sich auch eine Pfütze an. Um diese Punkte beachten zu können sollte man sich vorher ein Bild über den Abschusspunkt machen. Meist gibt es nur 2 Richtungen, aus denen man das Feuerwerk in seinem vollen Umfang sehen kann: Davor und dahinter. Ein breiter Effekt wirkt sicher von der Seite nicht wirklich gut.
Das Fotografieren von Feuerwerken ist für mich eine sehr spannende Sache, da man vorher nicht genau weiß, was man später auf dem Bild sehen wird. Experimentieren ist hier angesagt …
Mein Name ist Denny Jander. Freut mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Ich nutzte diesen Blog, um meine Fotos auszustellen. Bei Interesse an meinen Bildern freue ich mich über eine kurze Mail.
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